Haben die Deutschen das Talent zum strategischen Denken?

Ja! Eine Studie Firma Innermetrix Deutschland bestätigt dies. Innermetrix Deutschland hat die Ergebnisse von über 2000 Teilnehmern ausgewertet, um zu ermitteln, was unser Denken, und damit maßgeblich unsere Entscheidungen beeinflusst. Dabei wird mit einem persönlichkeitsdiagnostischen Instrument gemessen, ob eine Person eher menschenorientiert, praxisorientiert oder strategisch entscheidet.

Das Ergebnis: 56,4% der Deutschen haben eine intuitive Präferenz für systemisches Denken, welches langfristige Planung und strategische Ausrichtung steuert. Ein praxisorientiertes Denken herrscht bei ca. 26% der Teilnehmenden vor, gefolgt von einer menschenorientierten oder empathischen Denkweise mit 17%. Hätten Sie erwartet, dass es dabei Unterschiede in der Denkweise von Männern und Frauen gibt?

Obwohl bei Männern und Frauen die systemische Denkweise vorherrscht, ist diese bei den Frauen mit 58% stärker vertreten als bei den Männern mit 51%. Diese haben mit 31% ein stärker praxisorientiertes Denken als die Frauen, mit 25%. Die Empathie ist bei beiden Geschlechtern mit 17-18% vertreten. Wozu ist es wichtig, welche intuitive Denkpräferenz eine Person besitzt?

Die intuitive Denkpräferenz steuert unsere Entscheidungen und sagt etwas über unsere Werte und Talente aus. Diese Erkenntnis ist daher entscheidend dafür, ob eine Person eine Aufgabe erfolgreich lösen kann, oder nur mit erheblichem Aufwand ein mäßiges Ergebnis erzielt. In zunehmendem Maße wird derartige Diagnostik daher beim Talent- und Bewerber-Management eingesetzt, um die richtige Person für eine Aufgabe auszuwählen.

Die Basis hierfür bildet die Wissenschaft der Axiologie. Diese wurde in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts durch den deutschstämmigen Wissenschaftler Prof. Robert S. Hartman maßgeblich mitgestaltet.

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